Friedensdienste im Ausland


Eirene

Eirene trägt den Beinamen „Internationaler Christlicher Friedensdienst”. Unter dem Motto „Gewaltfrei für den Frieden” entsendet der Friedens- und Entwicklungsdienst seit rund 60 Jahren freiwillige Helfer in Länder in Afrika und Lateinamerika. Bei Eirene finden sowohl unqualifizierte Freiwillige als auch Fachkräfte einen Einsatzplatz. Freiwillige können ihren Dienst über Eirene beispielsweise als Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) oder mit dem Programm „weltwärts” absolvieren. Fachkräfte gehen im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) ins Ausland. Voraussetzungen sind eine abgeschlossene Berufsausbildung beziehungsweise ein abgeschlossenes Studium sowie gute Englisch- und gegebenenfalls Französisch- oder Spanischkenntnisse. Eine mehrere Monate dauernde Qualifizierungsmaßnahme bereitet die Fachkräfte umfassend auf ihren Einsatz vor. 

Sozialer Friedensdienst (SFD)

Hinter diesem Titel verbirgt sich der Soziale Friedensdienst Kassel, der bereits seit 1996 Freiwillige in einen „Anderen Dienst im Ausland” (ADiA – eine Alternative zum mittlerweile abgeschafften Zivildienst) vermittelt. Auch dieser Dienst entsendet Freiwillige über den IJFD (Internationaler Jugendfreiwilligendienst) und „weltwärts”. Dabei richtet er sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren. Einsatzstellen bestehen im Bundesland Hessen, in anderen Ländern Europas sowie in Afrika, Asien und beiden Teilen des amerikanischen Kontinents. Der SFD legt besonderen Wert auf eine intensive Begleitung seiner Freiwilligen.

Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)

Der AGDF ist ein reiner Dachverband, betreibt selbst also keine Projekte. Zu den über 30 Mitgliedern des Verbandes zählen neben verschiedenen regionalen Vereinen auch Eirene, die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (siehe unten) und der Weltfriedensdienst.

Wie bereits am Beispiel Eirene erläutert, teilt sich der AGDF-Friedensdienst in Freiwilligendienste und Fachdienste auf. Den Freiwilligendienst kennzeichnet der Charakter eines Lerndienstes; der Fachdienst erfolgt über den Zivilen Friedensdienst (ZFD). Nähere Informationen zu sämtlichen Mitgliedern und Programmen finden sich auf der Website des AGFD: http://friedensdienst.de

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)

Bei diesem Dienst liegt der thematische Schwerpunkt auf den Folgen der im Nationalsozialismus begangenen Verbrechen, wobei es nicht nur um Vergangenheitsbewältigung geht, sondern auch um gegenwärtige Probleme mit Rassismus und Vorurteilen. Die Einsätze finden im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD) oder des IJFD (Internationaler Jugendfreiwilligendienst) statt. Dabei steht eine Vielzahl unterschiedlicher Länder und Einsatzstellen, die meisten davon in Europa, zur Auswahl. Die Einsatzdauer beträgt in der Regel 12 Monate. Beispiele für Einsatzfelder der Aktion Sühnezeichen sind Gedenkstätten oder Menschenrechtsorganisationen, Flüchtlingshilfe, die Arbeit mit Holocaust-Überlebenden sowie diverse Sozialprojekte.

Mehr Infos gibt es hier:

http://www.freiwilligenarbeit.de/friedensdienste-weltweit-aktion-suehnezeichen.html 

Friedensdienst für Ältere

Wie eingangs erwähnt, gibt es bei Friedensdiensten im Ausland keine Altersbeschränkung. Läuft der Einsatz über Programme wie „weltwärts” oder den IJFD, gelten zwar sehr wohl die dortigen Bestimmungen und Altersbegrenzungen. Darüber hinaus bestehen aber zahlreiche Möglichkeiten für alle, die dem Jugendalter entwachsen sind und sich dennoch engagieren möchten. Im Allgemeinen richten sich entsprechende Angebote an die Zielgruppe ab 30 Jahren, wobei es ebenso spezielle Programme für Senioren gibt. Eirene ist zum Beispiel ein Dienst, der Friedensdienst für Menschen zwischen 29 und 99 Jahren anbietet. Weitere Anbieter sind hier aufgeführt: http://www.internationale-freiwilligendienste.org 

Üblicherweise dauern die Einsätze zwischen 6 und 18 Monaten. Oft handelt es sich um Einsatzstellen in Sozialprojekten mit Kindern, Jugendlichen, Obdachlosen oder Menschen mit Behinderung. Des Weiteren ist es möglich, sich für Frieden, Umweltschutz oder Menschenrechte zu engagieren.