Meine Erfahrungen als Freiwillige in Südafrika

Erfahrungsbericht von Judith, 19 Jahre, Singen

Hey, ich bin Judith, bin 19 Jahre alt und komme aus Singen in Süddeutschland. Nach meinem Abitur wusste ich, dass es erstmal raus aus Deutschland gehen soll – und ich wusste, dass ich mich gerne als Freiwillige im Naturschutz einsetzen möchte. Schnell stand fest, dass meine Reise nach Südafrika geht – und mit Natucate habe ich schließlich das gefunden, was ich gesucht habe: wertvolle Freiwilligenarbeit, die etwas bewegt und nicht bloß zu meiner eigenen Bespaßung dient.

Mitte August war es dann soweit: Ich flog nach Südafrika, wurde dort gemeinsam mit einigen weiteren Neuankömmlingen empfangen und zu einer Zwischenstation gebracht. Dort wurde dann alles neu sortiert, da wir alle zwei Wochen innerhalb der verschiedenen Standorte des Projekts rotiert sind und ich traf meine drei Teammitglieder und meine Betreuerin. Zusammen machten wir uns anschließend auf den Weg zum Projektstandort Imfolozi. Allein die Fahrt war für mich als Südafrika-Neuling eindrucksvoll: Hinten auf einem Pickup ging es durch ländliche Gegenden und wenig später durch das Reservat, wo wir direkt auf Elefanten stießen – ein wahrgewordener Traum!

Der erste Tag widmete sich ganz der Einweisung der neuen Volunteers: So lernten wir zum Beispiel wie das Scannen mit einer Antenne nach bestimmten Tieren funktioniert, vor allem für Wildhunde und Löwen. Jeden Tag würden wir dazu einmal am Morgen und einmal am Nachmittag mit dem Pickup durch das Reservat fahren und versuchen, auf diese Weise die Tiere zu orten. Erspähten wir einige der bedrohten Tierarten im Reservat, gehörte zudem das Ausfüllen von Data Sheets zu unseren Aufgaben. Auf diesen hielten wir Informationen bezüglich Anzahl der Tiere, Aufenthaltsort, Verhalten etc. fest. Zu guter Letzt fiel auch der Austausch, das Instandhalten und das Auswerten von Kamerafallen in unseren Aufgabenbereich.

Mein Alltag sah so aus: früh morgens ab ca. 4 Uhr ging es los – zu dieser Zeit war es noch dunkel und jede der Fahrten haben sich alleine wegen des einmaligen Sternenhimmels und des „Buschfrühstücks“ inmitten des Reservats, begleitet vom Sonnenaufgang, gelohnt; von Tiersichtungen ganz zu schweigen. Nach einer Mittagspause – zur Mittagszeit ist es in der Regel sehr heiß und die Tiere sind nicht so aktiv – brachen wir dann am Nachmittag ein zweites Mal auf.

Jeder Tag im Projekt sieht anders aus: die Tiere sind an immer wechselnden Stellen des Reservats zu beobachten. Mal hat man das Glück, sie stundenlang beobachten zu können; ein anderes Mal sieht man sie nur sehr kurz. Was alle Tage jedoch einte: immer passiert etwas und immer lernt man allerhand Neues dazu. Unsere Mentorin hat uns viel nützliches Wissen vermittelt – angefangen bei der einheimischen Kultur und dem Umgang und der Sichtweise dieser, über die Natur vor Ort, die Vögel, Pflanzen und verschiedenen Ökosysteme bis hin zu den Tieren, die wir beobachteten.

Es wurde einfach nie langweilig, auch nicht im Camp. Dieses liegt inmitten des Reservats – das war schon etwas ganz Besonderes für mich. Einem muss klar sein, dass man auf einfache Verhältnisse trifft, aber die Atmosphäre dort ist wunderbar. Und manchmal eben kein Wasser zu haben und für Lebensmittel viele Kilometer fahren zu müssen, war eine sehr wertvolle Erfahrung.

Dort haben wir gemeinsam gekocht, Spiele gespielt, ein bisschen Sport gemacht, Elefanten von einem kleinen Aussichtsfels beobachten können und vieles mehr. Die ganze Stimmung im Team war entspannt und wir haben uns alle sehr gut miteinander verstanden. Es hat uns Spaß gemacht, in der Gruppe zu arbeiten und jeder von uns wollte mehr über die Arbeit eines Artenschützers lernen und über die Pflanzen und Tiere, die wir zu sehen bekamen (und das waren viele!).

In meiner Zeit als Volunteer habe ich so unglaublich viel lernen dürfen über ein Ökosystem, was mir davor gänzlich unbekannt war; ich habe miterleben dürfen, wie ein internationales Team an Menschen, die sich gar nicht kennen, zusammenwachsen kann und ich durfte für zwei Wochen umgeben von einem Wildlife und einer Landschaft leben, die mich dann letzten Endes noch mehr faszinierte, als ich zuvor glaubte. Zu guter Letzt durfte ich Teil eines leidenschaftlichen Projekts sein und zumindest einen kleinen Beitrag zum Artenschutz leisten – was für eine lehrreiche und wunderbare Zeit es war!

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