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Freiwilligenarbeit in der Karibik

Erfahrungsbericht von Malte

1. Warum hast du dich entschieden, Volunteer zu werden?

Kurz gesagt: Vor meiner Anreise geschahen viele Dinge in meinem Leben und ich brauchte eine Pause. Aber ein Jahr lang nichts zu tun, schaut nicht gut auf Papier aus, weswegen ich mich dazu entschlossen habe, mich umzuschauen, was ich alternativ ein Jahr lang tun könnte. Ich habe schon immer mit dem Gedanken gespielt, eine Art Freiwilligendienst zu leisten, da ich in der Vergangenheit auch etwas Ähnliches, in kleinerem Umfang, getan habe und viel Freude daran hatte. Denn nichts ist schöner, als jemandem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ihn "Danke!" sagen zu hören.

2. Was machst du jetzt und welche praktischen Fähigkeiten hast du durch dieses Programm erworben, die dir nun in deinem Leben helfen?

Momentan hole ich mein Abitur nach. Nach meiner Zeit in St. Vincent habe ich erst mal ein weiteres Freiwilligenjahr an einer Schule gemacht und wollte danach in die Ausbildung. Aber die Schüler, die Lehrkräfte, das Hilfspersonal und die Einrichtung selbst haben alle einen so guten Eindruck auf mich hinterlassen, dass ich mich dazu durchgerungen habe, doch noch das Abitur nachzuholen. Im Unterschied zum letzten Mal mache mich jetzt gut in der Schule und habe bereits viele Freundschaften geknüpft!

Mein sechsmonatiger Aufenthalt in St. Vincent hat mir folgende Fähigkeiten mit auf dem Weg gegeben: Ich habe viele neue Aspekte des Klimawandels kennengelernt. Ich habe etwas über grundlegende Gartenarbeit gelernt und wie man seinen Ernteertrag erhöhen kann. Mein Englisch hat sich drastisch verbessert. Ich habe gelernt, kreativer bei der Suche nach Lösungen von Problemen zu sein. Es fällt mir leichter, Kontakte zu knüpfen und mich anderen gegenüber zu öffnen.

All dies hat mir auf die ein oder andere Art geholfen, besser mit meinem Leben zurecht zu kommen und meine Noten zu verbessern.

3. Was wäre ein wichtiger Moment, ein Ereignis, eine Leistung oder Person, die du während deiner Zeit im Programm kennengelernt hast?

Der wichtigste Moment passierte auf unserem Ausflug nach Bequia. Während dieses Ausfluges wurde mir klar, wie glücklich ich wirklich war.

Am Anfang isolierte ich mich von meinem Team. Über die Jahre hatte ich eine Art Schutzschild um mich herum errichtet, um nicht verletzt zu werden. Aber mein Team half mir, aus dieser Hülle auszubrechen und mich anderen gegenüber zu öffnen. Ich hatte viele herzliche Momente mit Merijn, Thomas, Casey und anderen. Immer wieder wurde mir versichert. dass ich immer noch wichtig bin. Dass mein Team sich immer noch um mich sorgt. Dass Fehler passieren, und die bereits erbrachten Leistungen nicht disqualifizieren. Dass ich meine Gedanken und Sorgen mit meinen Freunden teilen kann und sie für mich da sind, wenn ich sie brauche. Dass ich nicht allein auf der Welt bin. Und plötzlich fiel es mir viel einfacher, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen.

Durch meinen Aufenthalt in St. Vincent bin ich reifer geworden. Ich bin jetzt selbstbewusster und verbringe mehr Zeit mit meinen Freunden, anstatt mich in mein Zimmer zu verkriechen. Endlich bin ich wieder glücklich mit meinem Leben. Und wenn ich zurückdenke, war diese Reise eine meiner besten Lebenserfahrungen. Ich würde sie 10 Mal wiederholen und mich nicht langweilen. Die Menschen, die Atmosphäre, die Natur - alles hat mich positiv geprägt. Ich danke aufrichtig jedem, den ich getroffen habe, weil er mein Leben bunter gemacht hat. Danke Stina, Danke Jesper. Thomas, Selly, Sara, Merijn, Casey... alle.

Zuletzt noch ein Satz, der mir bis heute in Erinnerung blieb: Es war kurz vor unserer Rückfahrt zum Flughafen, als ich in das Auto einstieg. Ich bemerkte, dass ich etwas in meinem Raum vergessen hatte und rannte zurück, um es zu holen. In diesem Zeitfenster sagte eine unserer Köchinnen zu meinem Team: „Er kam als Junge hierher und ging als Mann zurück“. Mir wurde das Ganze erst Stunden später anvertraut, aber es macht mich sehr, sehr glücklich.

4. Hat deine Arbeit als Klima-Volunteer deine Entscheidungen für die Zukunft beeinflusst?

Ja. Mir ist jetzt mehr bewusst, inwieweit meine Entscheidungen eine Auswirkung auf die Natur haben können und versuche nun, immer den nachhaltigsten Weg zu nehmen. Auch plädiere ich für einen grünen Wechsel, gehe regelmäßig zu “Friday for Future“ Demos und verwende einen Teil meines Einkommens, um Naturschutzverbände zu unterstützten. Auch habe ich mir vorgenommen, immer nach Wegen suchen, nachhaltiger zu leben, ohne dabei zu viel Komfort aufzugeben. Meiner Meinung kann es nur langsam zu einem Wandel kommen, auch wenn uns die Zeit davonläuft. In der Zwischenzeit werde ich mein Bestes geben, anderen Menschen zu helfen, sei es durch Unterrichten, handwerkliche Arbeit oder anderes.

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