Nepal: Wiederaufbau-Hilfsprojekt nach dem Erdbeben


von Olivia

Eine Freiwilligenarbeiterin berichtet:

Once is not enough.

Nachdem ich im Winter schon 5 Monate als Volontärin in Nepal war, stand sowieso fest, dass ich wieder kommen werde. Kaum war ich 12 Stunden zuhause ist das schreckliche Erdbeben passiert. Und deswegen bin ich jetzt wieder da! Für das Workcamp in Gaujini, Nuwakot. Bei der Fahrt vom Flughafen zum Volunteerhaus wurde ich positiv überrascht wie wenig bzw. gar nichts entlang dieser Straße zerstört worden ist. Die Begrüßung war wahnsinnig herzlich und es ist toll wieder hier zu sein. Gleich lernte ich meine Workcamp-Kollegen kennen, Philip und Dorothee. Es war schnell klar, dass wir ein super Team sein würden.

Ankunft am Projektort

Nach einer anstrengenden Wanderung in der Hitze kamen wir müde aber zufrieden in Gaujini an. Wir sind jeden Tag um 6 Uhr aufgestanden, meistens ohne Wecker, weil der Tag dort einfach um diese Zeit losgeht. Um 6:30 Uhr gab es erstmal Frühstück.Und um 7.30 Uhr ging es jeden Tag hochmotiviert los. Die ersten 2 Tage sind wir ca. 20 min weit gegangen um das angefangene Haus der Vorgängergruppe fertig zu stellen und schließlich in dessen Nähe ein weiteres Tunnelhaus zu bauen. Es wurde viel gelacht und gescherzt und die Arbeit war immer kurzweilig. Wir haben Böden eingeebnet, Steine geschleppt, „Zement“ angerührt, gemauert und die Wellbleche für die Dächer fixiert gemeinsam mit unseren 2 Technikern und unserem Betreuer Yuba. Nach der Teepause mit Nudelsuppe oder Keksen wurde die Arbeit für den Vormittag beendet. Vor dem Mittagessen sind wir noch schnell im Fluss oder in der supercoolen Naturdusche baden gegangen. Mittags gab es richtig gutes Dal Bhat und dann ein Nachmittagsschläfchen.

Leben im Erdbebengebiet

Die ersten Tage war Sightseeing angesagt. Wunderschöne Landschaften mit vielen zerstörten Häusern und neugierigen Menschen. Danach haben wir meistens mit den Kindern gespielt oder beim Gemüse schnipseln geholfen. Nach dem Abendessen und Abwasch sind wir meistens so gegen 21 Uhr ins Bett gefallen. Am dritten Tag wurde der Schuttberg vor der Wand verkleinert mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder. Inzwischen waren wir ein eingespieltes Team und wir haben uns immer prima verstanden!

Am nächsten Tag wurde für einen den anderen Mitarbeiter Ramesh ein Tunnelhaus (Erdbeben sicheres Haus) gebaut. Geplant war das Haus an einem Tag fertig zu stellen was uns aber nicht gelang, da in diesem Fall der Boden erst eingeebnet werden musste. Am nächsten Tag haben wir es fertig gestellt, was für ein Gefühl ein ganzes Tunnelhaus allein von Anfang bis Ende gebaut zu haben!

Die letzten Tage

Trotz der körperlich harten Arbeit ist die Zeit sehr schnell vergangen. Am nächsten Morgen sind wir bei angenehmen Nieselregen zurück nach Kathmandu gewandert. Zufrieden über die erfolgreiche Arbeit und den schönen Aufenthalt haben wir die restlichen Tage in Kathmandu zu dritt noch genossen.

Dhanayabaad, 

PHERI BHETAULA !!! : -)

Freiwilligenarbeit in Nepal

Nach dem schweren Erdbeben in Nepal werden weiterhin dringend Freiwillige für koordinierte Hilfsprogramme benötigt. Volunteers sind dabei von unschätzbaren Wert und wie du anhand der Erfahrungsberichten erkennen kannst, nehmen auch die Teilnehmer unfassbar viel für sich mit und sind äußerst dankbar dafür den herzlichen Menschen in Nepal so tatkräftig helfen zu können. Möchtest auch du vor Ort den Einheimischen beim Wiederaufbau ihrer Häuser unterstützen oder deinen Anteil für die medizinische Versorgung der hilfebedürftigen Menschen beitragen? Hier kommst du zum entsprechendem Projekt!

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