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Weltdienst 30+


Viele Freiwilligen-Programme richten sich hauptsächlich an junge Menschen, die nach dem Abitur, Studium oder der Berufsausbildung einen Freiwilligen-Dienst im Ausland leisten wollen. Mit dem sogenannten „Weltdienst 30+“ gibt es nun endlich auch ein staatlich gefördertes Volunteer-Programm, das sich speziell an Berufstätige richtet. Dadurch  können nun auch Menschen ab 30 Jahren eine intensive Auslandserfahrung machen und ein gemeinnütziges Projekt im Ausland unterstützen. 

Darum geht es beim Weltdienst 30+

Der Weltdienst 30+ richtet sich speziell an Fach- und Führungskräfte aller Branchen mit mindestens achtjähriger Berufserfahrung. Das Programm wurde Anfang 2017 von der Organisation SES (Senior Experten Service) ins Leben gerufen, die bis dahin vor allem das freiwillige Engagement von Fach-und Führungskräften im Ruhestand förderte. Mit dem Weltdienst 30+ ermöglicht die Entsendeorganisation nun auch jüngeren Berufstätigen ab 30 Jahren einen intensiven Auslandsaufenthalt und fördert damit gezielt das ehrenamtliche Engagement der mittleren Generation in der Entwicklungszusammenarbeit. Unterstützung erhält das Programm unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Vorraussetzungen

Wer sich im Rahmen vom Weltdienst 30+ eine berufliche Auszeit nehmen und währenddessen ein gemeinnütziges Projekt im Ausland unterstützen möchte, muss die folgenden Voraussetzungen erfüllen: 

  • Mindestens acht Jahre relevante Berufserfahrung (keine Praktika) 
  • Freistellung des Arbeitgebers
  • Kranken- und Sozialversicherung in Deutschland 
  • Zeitliche Flexibilität 
  • Interesse an der gemeinnützigen Arbeit, Fremdsprachen und anderen Kulturen  
  • Sprachliche und interkulturelle Kompetenz
  • ggf. erweitertes Führungszeugnis (bei Einsätzen im kinder- und jugendnahen Bereich) 

Tätigkeitsbereiche 

Einsätze im Rahmen von Weltdienst 30+ finden nachfrageorientiert statt. Ziel ist vor allem, die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern zur Selbsthilfe zu ermächtigen. Einsätze sind in allen Bereichen und Branchen möglich. Es muss sich lediglich um eine gefragte, gemeinnützige Arbeit in einem Entwicklungs- oder Schwellenland handeln. Beliebte Einsatzorte sind unter anderem Krankenhäuser, Kommunen und andere öffentliche Verwaltungen, der Bildungs- und Ausbildungssektor sowie kleine und mittlere Unternehmen. 

Einsatzländer 

Einsatzmöglichkeiten für einen Weltdienst 30+ gibt es weltweit in allen Entwicklungs- und Schwellenländern. 

Dauer 

Der Weltdienst 30+ dauert im Schnitt vier bis sechs Wochen. Die maximale Dauer der Fördermöglichkeit beträgt sechs Monate. 

Kosten und Finanzierung 

Den Teilnehmern am Programm 30+ entstehen laut Entsendeorganisation bei einem Auslandseinsatz keine Kosten. Dem SES stehen zur Kostendeckung Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zur Verfügung. Die lokalen Kosten trägt der Einsatzpartner vor Ort. Das beinhaltet meist auch ein Taschengeld in der Landeswährung für die Teilnehmer am Programm. Mitunter erfolgt jedoch die Freistellung durch den Arbeitgeber in Deutschland auf unbezahlter Basis, sodass bei einem Mehrbedarf im Ausland evtl. Ersparnisse erforderlich sind. 

Träger und Partnerorganisationen 

Das Programm wurde Anfang 2017 durch den Senior Experten Service (kurz: SES) ins Leben gerufen. Die Stiftung für internationale Zusammenarbeit mit Sitz in Bonn ist die führende deutsche Entsendeorganisation für ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte im Ruhestand und nun auch Berufstätige auf der Suche nach einer Auszeit mit Sinn. Der Schwerpunkt der internationalen Arbeit liegt auf Hilfe zur Selbsthilfe in allen Branchen. Seit 1983 hat der SES mehr als 40.000 ehrenamtliche Einsätze in über 160 Ländern vermittelt. Träger des SES sind Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft, unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) oder der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Finanzielle Unterstützung kommt hauptsächlich vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Der Weltdienst 30+ gehört zu den neuesten Programmen und soll die Lücke für Berufstätige der mittleren Generation schließen, die bei anderen geförderten Freiwilligen-Diensten oft nicht berücksichtigt werden. 

Bewerbung 

Interessierte können sich die Bewerbungsunterlagen auf der Webseite des SES herunterladen. Wer alle oben genannten Voraussetzungen für den Weltdienst 30+ erfüllt, wird in das Expertenregister des SES aufgenommen. Die Aufnahme in dieses Expertenregister ist eine Voraussetzung für die Teilnahme am Weltdienst 30+. Die Daten des Bewerbers werden mit den aktuell verfügbaren Projekten abgeglichen. Sobald ein passendes Projekt im Ausland gefunden wurde, wird der Bewerber informiert. Die Registrierung ist kostenfrei. Für das Jahr 2017 plant der SES in etwa 70 Einsätze im Rahmen von Weltdienst 30+.

Ablauf des Programms

Wurde ein passendes Projekt gefunden, findet noch vor der Ausreise ein Vorbereitungsseminar beim SES in Bonn statt. Die Entsendeorganisation kümmert sich in enger Absprache mit allen Beteiligten um die Entsende-Formalitäten sowie den Versicherungsschutz im Ausland. Auch bei der Beantragung des passenden Visums werden die Ehrenamtler unterstützt. Sowohl der Flug als auch die Unterkunft im Zielland werden gestellt. Vor Ort arbeiten die Teilnehmer je nach Absprache im jeweiligen Projekt.

Besonderheiten

Das Programm richtet sich speziell an Berufstätige, die für die Dauer des Programms eine Freistellung des Arbeitgebers in Deutschland benötigen. Diese kann bezahlt oder unbezahlt sein, da den Teilnehmern während des Auslandsaufenthalts laut SES keine Kosten entstehen. Wer sich eine Auszeit vom Beruf wünscht und ein gemeinnütziges Projekt in einem Entwicklungs- oder Schwellenland unterstützen möchte, sollte seine Pläne rechtzeitig beim Arbeitgeber ankündigen. Empfehlenswert ist ein Jahr im Voraus, zum Beispiel beim jährlichen Mitarbeitergespräch.

Beispiele

Ein Diplom-Physiker aus Baden-Württemberg arbeitet in Tunesien im Bereich der klimafreundlichen Energien Ein selbstständiger Agrarökonom aus Wiesbaden hilft Lehrern und Schülern in Namibia, einen Schulgarten zu bauen und so mit einfachen Mitteln vor Ort zu produzieren und die Eigenversorgung zu stärken In Malawi legt derselbe Agrarökonom einen Kräutergarten an

Weitere Infos

Mehr Infos zum Weltdienst 30+ findest du auf der Webseite des SES: http://www.ses-bonn.de/aktivitaeten/weltdienst-30.html

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