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Freiwilligenarbeit im Kindergarten in Mtwara

Erfahrungsbericht von Janina, 24 Jahre, Herzebrock-Clarholz

Im September war ich für vier Wochen als Volunteer in Mtwara. Es war eine unglaublich tolle Zeit, die ich nicht vergessen werde. In Mtwara hat man die Möglichkeit viel mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen und zu sehen wie das Leben dort abläuft. Auch das Team im Student House ist wirklich super. Joshua, Tembo und Mike waren immer für uns da, ob es darum ging ein Bajaji zu bestellen, einen von uns zum Arzt zu begleiten oder am Wochenende gemeinsam Ausflüge zu unternehmen. Elisa kocht zudem sehr lecker! Asante sana! 

Die ersten Tage im Projekt

In Mtwara habe ich das Kindergarten-Projekt unterstützt. Der Kindergarten wurde erst einen Tag vor meiner Ankunft eröffnet, deshalb wurde in der ersten Woche auch noch auf Kiswahili unterrichtet. So musste ich recht schnell die Zahlen und ein paar weitere Wörter lernen, um mit den Kindern kommunizieren zu können. Es gab während meiner Zeit auch noch keinen fest angestellten Lehrer, weshalb ich manchmal ein bisschen überfordert war. Tembo und Mike haben mich aber immer unterstützt, wenn ich Hilfe brauchte. Zu Beginn hatten wir nur einen leeren Raum mit einer Tafel und einem Teppich. Diesen habe ich während meiner vier Wochen und der Unterstützung weiterer Volunteers mit bunten Bildern bemalt. Aus Deutschland habe ich Buntstifte und Ausmalbilder mitgebracht und vor Ort haben wir dann weitere Sachen besorgt (Hefte, Bleistifte, einen Erste-Hilfe- Koffer, Mülleimer usw.). 

Der Arbeitsalltag im Kindergarten

Der Kindergarten hat ab 8 Uhr geöffnet, da aber oft schon Kinder um kurz nach sieben am Haus standen, bin ich meistens um halb 8 runter gegangen. Es war praktisch, dass der Kindergarten direkt am Student House liegt. In meiner zweiten Woche ist eine Volunteerin aus Dar es Salaam für zwei Wochen nach Mtwara gekommen, da der Kindergarten in Dar Ferien hatte. Zusammen haben wir dann ein bisschen Struktur in den Kindergarten gebracht und ausschließlich auf Englisch unterrichtet. Wenn die Kinder angekommen sind, haben wir ihnen erstmal Ausmalbilder gegeben. Da die Kinder zwischen 2 und 5 Jahren alt sind, gab es bereits hier große Unterschiede. Einigen Kindern mussten wir zeigen, wie man einen Stift richtig hält und andere konnten bereits die Bilder ausmalen ohne über die Linien zu malen. Danach haben wir die Anwesenheit kontrolliert und anschließend mit dem Unterricht begonnen. Wir haben den Kindern die Zahlen von 1 bis 10, Farben und Formen auf Englisch beigebracht und ein paar Lieder mit ihnen gesungen. Gegen halb 10 bekamen die Kinder immer Uji (eine Art Porridge) und hatten ein bisschen Pause. Als der Klassenraum mit Tischen und Stühlen bestückt wurde, haben wir die Kinder auch einige Male in zwei Gruppen aufgeteilt. Dann wurde die eine Gruppe unterrichtet und die andere hat gespielt. Auch wenn wir kaum Spielzeug für die Kinder hatten. Man lernt aber schnell kreativ zu werden und es ist nicht schwer, die Kinder zum Lachen zu bringen. 

Es war selbstverständlich nicht immer einfach die Kinder zu unterrichten, besonders weil die Kinder zu Beginn noch gar keine Englisch-Kenntnisse hatten und ich erst vor Ort begonnen habe Kiswahili zu lernen (vielen Dank an Tembo und Mike!). Die Erfahrungen, die ich vor Ort gesammelt habe, möchte ich aber definitiv nicht missen. Es sind die kleinen Dinge, für die es sich lohnt! Wenn ein Kind beispielsweise zum ersten Mal die Zahlen auf Englisch aufsagt oder ein anderes von allein den Müll in den Mülleimer wirft. 

Freizeitgestaltung in Mtwara und neue Freunde

Da ich in Deutschland selbst Fußball spiele, wollte ich auch in Tanzania den Ball ein wenig rollen lassen. Es gab in der Gegend allerdings keine Mädchen oder Frauen, die Fußball gespielt haben. Ich habe dann Hucner kennengelernt, eine Einheimische aus Mikindani (dem nächsten Ort), die früher mal Fußball gespielt hat. Gemeinsam sind wir dann in Mtwara von Haus zu Haus gelaufen, um bei den Frauen herumzufragen, wer Lust hätte eine Mannschaft zu gründen. Wir haben bereits am nächsten Tag angefangen zu spielen, was unglaublich viel Spaß gemacht hat. Die Mädchen aus dem Women Empowerment Projekt waren auch zahlreich vertreten und wir hatten immer einige Zuschauer. Zu Beginn wollten wir drei Mal die Woche trainieren, die Mädchen wollten aber schnell am liebsten jeden Tag spielen. Ich hoffe, dass sie ihre Begeisterung beibehalten und weiter fleißig trainieren. Hucner und ich sind in der kurzen Zeit gute Freunde geworden (trotz Sprachbarrieren). Sie hat mich zu ihrer Großmutter nach Hause eingeladen und ich habe mit anderen Volunteers ihre Cashew Nut-Farm besucht. Dort haben wir einen Tag lang geholfen die Nüsse aufzusammeln und anschließend die Cashew Früchte zu entfernen. 

Mein Fazit 

Die Zeit in Mtwara ist leider viel zu schnell vergangen und ich wäre am liebsten länger geblieben. Der Abschied ist dementsprechend schwergefallen. Ich freue mich aber jetzt schon darauf, irgendwann den fertig gestellten Kindergarten zu sehen und mit Hucner und den Mädchen und Frauen aus Mtwara Fußball zu spielen! 

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