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Artenschutz auf North Island – der typische Tag eines Volunteers

Erfahrungsbericht von Petra, 24 Jahre, München


Frühmorgens um 7 Uhr:

Der Tag auf North Island beginnt in den frühen Morgenstunden mit einer Patrouille entlang der malerischen Strände der Insel. Hierbei werden die Meeresschildkröten beobachtet und ihre Aktivitäten dokumentiert. Um am Ende des Jahres Bilanz ziehen zu können, wird jede Spur und jedes Nest erfasst. Je nach Tages- bzw. Jahreszeit trifft man auf den Patrouillen unterschiedliche Schildkrötenarten an: Die Grüne Meeresschildkröte ist häufig nachts unterwegs, wohingegen die Echte Karettschildkröte sowohl in den Tages- als auch in den Nachtstunden aktiv ist. Eine weitere Aufgabe während der Patrouille ist es, jeglichen an den Strand gespülten Müll zu entfernen – denn auch das ist für den Umweltschutz wichtig.

Morgens um 8 Uhr:

Sind alle Strände abgelaufen worden, werden im Anschluss üblicherweise die anfallenden Aufgaben für den Tag im Büro des Mitarbeiterdorfes besprochen. Heute war es beispielsweise Zeit fürs Schnorcheln – also auf zurück zum Strand und ins Wasser! Um die Sichtungen fotografisch festhalten zu können, darf dabei natürlich nicht die Unterwasserkamera fehlen. Alles wird zur späteren Auswertung dokumentiert: von unterschiedlichen Fischarten über Rochen und Schildkröten bis hin zu Korallen.

Mittags um 11:30 Uhr:

Am späten Vormittag ist es dann Zeit fürs Mittagessen – Zeit also, neue Kraft zu tanken. Für das gesamte Team steht dafür im offenen Bistro des Mitarbeiterdorfes ein Mittagsbuffet bereit. Nachdem gemeinsam mit einheimischen Mitarbeitern und den anderen freiwilligen Helfern gespeist wurde, kann man im Anschluss etwas Zeit zum Entspannen, Sonnenbaden oder Schwimmen nutzen.

Nachmittags um 14:30 Uhr:

Nach dieser Pause geht es weiter im Programm. Was am Nachmittag zu tun ist, wird in Abhängigkeit von den anstehenden Aufgaben und Dringlichkeiten entschieden. So steht heute etwa Mithilfe beim Pflanzen und Umpflanzen in der Gärtnerei auf der Agenda. Um die ursprüngliche Vegetation der Insel wiederherzustellen, spielt das Entfernen invasiver Pflanzen und das Anpflanzen einheimischer Pflanzenarten eine große Rolle – denn so wird dazu beigetragen, die natürliche Artenvielfalt zu erhalten. Im Anschluss begeben wir uns auf die Suche nach GPS-Signalen der Aldabra Riesenschildkröten. Diese sind auf der ganzen Insel verbreitet. Das Aufspüren ermöglicht, Daten über die Lebensweise und das Verhalten der Tiere zu gewinnen. Bislang ist beispielsweise nur wenig über ihr territoriales Verhalten bekannt – ob und wie sie ihr Territorium verteidigen und wie sich Individuen auf der Insel bewegen.

Nachmittags um 16:00 Uhr:

Sind alle Aufgaben erledigt, bildet der letzte Punkt auf dem Tagesplan die Eingabe der gesammelten Daten in die Computer des Büros. Die Daten der Strandpatrouillen, die Bilder vom Schnorcheln wie auch die Daten aus der Gärtnerei und der GPS-Suche werden in der verbleibenden Zeit digitalisiert.

Abends um 17:30 Uhr:

Ist auch dieser letzte Tagespunkt bewältigt, begibt sich das Team nun gemeinsam zum Abendessen. Ein Highlight auf North Island sind ganz klar die wunderschönen Sonnenuntergänge. Sie sind einmalig und halten jeden Tag eine andere Überraschung bereit. Jeder, der in den Genuss von diesen kommen möchte, sollte sich nicht zu viel Zeit beim Essen lassen.

Abends ab 19:30 Uhr:

Da eine Vielzahl von Schildkröten erst nach Anbruch der Dunkelheit am Strand anzutreffen ist, sind auch Nachtpatrouillen Teil des Stundenplans freiwilliger Helfer – angesichts des wunderschönen Sternenhimmels ist dies jedoch mehr Vergnügen als Arbeit. Erspäht man schließlich eine Schildkröte, wartet man zunächst ab, bis das Tier mit der Eiablage beginnt. Daraufhin wird sie markiert, um sie bei einem erneuten Zusammentreffen wiedererkennen zu können.

Abends um 21:30 Uhr:

Zum wohlverdienten Feierabend ist der Genuss eines kühlen Bieres am Strand mit den anderen Freiwilligen eine absolute Empfehlung. Beim gemütlichen Zusammensitzen kann sich das Team besser kennenlernen und Freundschaften knüpfen. So geht ein erfolgreicher Projekttag langsam zu Ende, bis man sich am nächsten Morgen sogleich erneut voller Eifer dem Schutz von Flora und Fauna eines echten Inselparadieses widmet.

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