Freiwilligenarbeit in Österreich

Freiwilligenarbeit Österreich | Als Volunteer in Österreich engagierenAuch in unserem Nachbarland Österreich hat freiwilliges Engagement einen großen Stellenwert in der Gesellschaft. Millionen Bürgerinnen und Bürger des Alpenstaates engagieren sich heute auf freiwilliger Basis in den unterschiedlichsten Bereichen des Alltags. Männer leisten dabei anteilsmäßig deutlich häufiger "formelle Freiwilligenarbeit" im Rahmen einer Organisation, eines Vereins oder einer Institution. „Informelle Freiwilligenarbeit", oft auch "Nachbarschaftshilfe" genannt, leisten tendenziell mehr Frauen als Männer.

Organisation von Freiwilligenarbeit in Österreich

Österreich hat – wie vielen andere Länder auch – Strukturen entwickelt, in der ein Teil der Freiwilligenarbeit organisiert ist. Dazu gehört die Freiwilligenpolitik ebenso wie das Angebot von Freiwilligenzentren, Freiwilligenorganisationen oder die Möglichkeit eines Freiwilligennachweises für die Engagierten.

Freiwilligenpolitik in Österreich

In Österreich ist das Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz zuständig für die Freiwilligenpolitik. Der Österreichische Rat für Freiwilligenarbeit hat dabei den Bundesminister für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz in Fragen der Freiwilligenpolitik zu beraten.

Freiwilligenzentren

Zurzeit gibt es in Österreich fünf Landes-Freiwilligenzentren. Sie haben ihren Sitz in der Hauptstadt Wien sowie in Graz, Salzburg, Innsbruck und Feldkirch. Die Zentren bieten eine erste Anlaufstelle für Bürger, die sich freiwillig engagieren wollen und auch für Organisationen, die Freiwilligenarbeit anbieten.

Gemeinsam mit den zahlreichen Freiwilligenzentren auf lokaler Basis sorgen die Landeszentren dafür, dass sich Angebot und Nachfrage im Bereich des freiwilligen Engagements finden. In den Freiwilligenzentren arbeiten Expertinnen und Experten, die interessierten Bürgern wie auch den zahlreichen Organisationen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Freiwilligenorganisationen

Freiwilligenorganisationen gibt es in Österreich für insgesamt 24 verschiedene Bereiche des täglichen Lebens. Bürgerinnen und Bürger werden durch diese je nach Wunsch und Eignung in Bereiche wie „Freiwillige Feuerwehr", „Hospiz" oder „Stadt- und Dorferneuerung" vermittelt.

Freiwilligennachweis

Wer innerhalb Österreichs Freiwilligenarbeit im Rahmen von gemeinnützigen Organisationen, Vereinen, Initiativen, Selbsthilfegruppen oder Institutionen leistet, die nicht gegen das Vereinsgesetz verstoßen, kann auch einen Nachweis über seinen Einsatz für das Gemeinwohl bekommen. Mit einem solchen Freiwilligennachweis im Rahmen des Österreichischen Freiwilligenpasses lassen sich Fähigkeiten, die der Freiwillige für seinen Einsatz benötigt, objektiv dokumentieren.

Besonders im Hinblick auf Bewerbungen und bei der beruflichen Weiterentwicklung kann der Freiwilligennachweis seinem Besitzer konkrete Vorteile bringen. Sowohl die Wirtschaftskammer Österreich als auch der Arbeitsmarkt-Service unterstützen daher den Freiwilligennachweis.

Das Freiwillige Soziale Jahr in Österreich

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), wie wir es in Deutschland kennen, gibt es auch in Österreich. Es ist der deutschen Version in vielen Bereichen sehr ähnlich. Der "Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste" bietet seit 1968 jungen Menschen ab 18 Jahren das FSJ an. Im FSJ arbeiten die Jugendlichen 10 beziehungsweise 11 Monate lang in einer sozialen Einrichtung in Österreich mit.

Die verschiedenen Einsatzbereiche umfassen die Arbeit mit behinderten oder alten Menschen, mit Kindern oder Jugendlichen oder beispielsweise mit Obdachlosen. Die Jugendlichen arbeiten in Vollzeit (37,5 Stunden/Woche).

Für ihren freiwilligen Einsatz erhalten sie ein Taschengeld in Höhe von 168 EUR pro Monat sowie anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Gegebenenfalls sind weitere Förderungen möglich. Während ihres Einsatzes erhalten die Teilnehmer überdies Familienbeihilfe. Unterkunft und Verpflegung stellt die Einsatzstelle ihnen kostenlos zur Verfügung. Wichtig auch: Die Jugendlichen sind während ihres FSJ auf jeden Fall gesetzlich versichert (Unfall-, Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung).

Zu ihrer Entlastung während der oftmals auch anstrengenden Arbeit im FSJ erhalten die Teilnehmer eine qualifizierte pädagogische Betreuung und Begleitung sowie Urlaub. In kostenlosen Begleitseminaren bekommen die jugendlichen Helfer die Möglichkeit, ihren freiwilligen Einsatz zu reflektieren und sich weiterzubilden.

Mehr Informationen zum Thema findest du hier: www.fsj.at

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