Freiwilligenarbeit mit eigenem Kind (Familie)


Gerade für Menschen, die eine eigene Familie mit Kind haben und nicht mehr komplett ungebunden sind, aber trotzdem gerne Freiwilligenarbeit im Ausland leisten möchten, stellt sich die Frage welche Projekte überhaupt dafür geeignet sind. An dieser Stelle wird die Planung inclusive Vor- und Nachbereitung des Einsatzes aufgegriffen und kurz auf Alternativen zur Freiwilligenarbeit eingegangen. Schließlich werden auf dieser Seite vorhandene Projekte, die mit eigenen Kindern, bzw. eigener Familie möglich sind vorgestellt.

Volunteering mit Kind selbst organisieren oder mit einer Organisation planen?

Wie alle Freiwilligenprojekte kann auch die Freiwilligenarbeit mit dem eigenen Kind durch eigene Recherche und direkte Kontaktaufnahme selbst organisiert werden. Volunteering Projekte die von einer Organisation geplant werden, können jedoch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Dies gilt insbesondere für eine Reise an der Kinder teilnehmen.

Die Organisation übernimmt in diesem Fall die Planung des Aufenthalts und kann unter anderem Auskunft über Visabestimmungen und die Situation vor Ort geben. Auch bieten einige Organisationen die Möglichkeit Kontakt zu Familien aufzunehmen, die zuvor an dem entsprechenden Projekt teilgenommen haben oder dessen Erfahrungsberichte zu lesen. Volunteer Projekte die von einem Anbieter organisiert werden sind häufig kostenintensiver, erscheinen jedoch auf den ersten Blick weniger zeitaufwendig. Nichtsdestotrotz zahlt es sich auch hier aus zu recherchieren, nachzufragen und im Zweifel auch ein weiteres Mal nachzuhaken.

Wie bereite ich mein Kind und meine Familie auf die Freiwilligenarbeit vor?

Da die Arbeit in einem Freiwilligenprojekt häufig außerhalb des Gewohnten für alle Beteiligten liegt, ist es wichtig den Aufenthalt sorgsam zu planen und insbesondere die jüngeren Mitglieder der Familie auf die psychischen und physischen Herausforderungen der Freiwilligenarbeit vorzubereiten.

Teil dieser Vorbereitung ist nicht nur ein Besuch beim Haus- und Kinderarzt zur Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustandes und zwecks gegebenenfalls anstehender Impfungen, sondern auch ein Familiengespräch, in dem der Aufenthalt gemeinsam besprochen wird. Auch für Kinder ist es wichtig zu wissen mit welchem Zweck die Freiwilligenarbeit unternommen wird und in welcher Art und Weise dies anderen Menschen oder der Umwelt dient. Diese Punkte sollten daher in dem Familiengespräch ebenso Anklang finden wie die Erwartungen und Ängste aller Familienmitglieder in Bezug auf das Volunteer Projekt, mögliche Stolpersteine und Stresssituationen während des Aufenthaltes und kulturelle Besonderheiten des Landes, in dem das Projekt stattfindet.

Nachbereitung der Freiwilligenarbeit

Nach dem Freiwilligenprojekt zahlt es sich aus den Aufenthalt eingehend mit allen beteiligten Familienmitgliedern zu besprechen und die Erlebnisse zu reflektieren. Auch dies kann zusammen in Angriff genommen werden, indem gemeinsam als Familie ein Fotoalbum oder Reisetagebuch zusammengestellt wird oder die Kinder in einem Brief an Freunde oder Familie über die Ereignisse berichten. Wichtig ist dabei die Bedeutung der Freiwilligenarbeit aufzuzeigen und zu erklären was mit der Tätigkeit erreicht wurde.

Wo kann ich Freiwilligenarbeit mit eigenem Kind leisten?

Zur Planung der Freiwilligenarbeit mit dem eigenen Kind zählen auch wichtige Überlegungen zur Zielregion in der die Freiwilligenarbeit stattfinden wird. 

Welche Risikofaktoren bestehen im Bezug auf die allgemeine und insbesondere die gesundheitliche Situation vor Ort? Gibt es Gebiete im Zielland die auf Grund von Krisensituationen oder gesundheitlichen Risikofaktoren gemieden werden sollten (wie Gelbfieber oder Malariagebiete)? Diese Fragen sollten während der Projektplanung von der ausführenden Organisation beantwortet werden können. Letztendlich liegt es jedoch im Ermessen der Eltern, welchen Belastungen das Kind gewachsen ist und welchen Risikofaktoren sie das Kind aussetzen möchten.

Weitere Hintergrundinformationen hierzu kann außerdem das Auswärtige Amt geben, das regelmäßig Informationen, Empfehlungen und Warnungen zu Reisezielen weltweit veröffentlicht. Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes können ebenfalls alle wichtigen Informationen in Bezug auf die Einreisebestimmungen des Ziellandes recherchiert werden (wie zum Beispiel der vorgeschriebene Impfschutz für bestimmte Reiseländer). Wichtig zu beachten ist hier, dass für manche Impfungen ein Mindestalter besteht, daher sollten alle gesundheitlichen Risikofaktoren im Vorhinein unbedingt mit dem Kinderarzt besprochen und abgewogen werden.

Alternativen zur Freiwilligenarbeit mit dem eigenen Kind

Sprachreise mit dem eigenen Kind oder als Familie

Nicht jede Familie fühlt sich den Herausforderungen der Freiwilligenarbeit gewachsen. Wer zuallererst an einem kulturellen Austausch und einem Bildungsurlaub für die Familie interessiert ist, könnte sich nach Alternativen wie einer Sprachreise mit dem eigenen Kind oder als Familie umschauen. Diese werden zunehmend auch von deutschsprachigen Anbietern in Zusammenarbeit mit Sprachschulen des Ziellandes angeboten (sowohl in Europa als auch weltweit) und bieten meist verschiedene Programmoptionen und Unterbringungsmöglichkeiten (wie die Unterbringung in einer Gastfamilie oder in einem Hotel vor Ort).

Farmarbeit mit dem eigenen Kind oder als Familie

Farmarbeit mit der ganzen Familie ist eine beliebte Möglichkeit des etwas anderen Familienurlaubs. Die Arbeit auf Bauernhöfen und Gütern ist weltweit möglich, jedoch besonders verbreitet in Europa und kann insbesondere für Familien interessant sein, die als ersten Schritt in Richtung weltweiter Freiwilligenarbeit einen Aufenthalt in Heimatnähe anstreben. Durch WWOOF (World Wide Opportunities on Organic Farms) können Freiwillige Kontakt mit biologischen Bauernhöfen weltweit, sowie auch in Deutschland aufnehmen und mit ihnen den Aufenthalt und die Möglichkeiten der Farmarbeit mit dem eigenen Kind besprechen und planen.

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