Praktikum: Soziale Arbeit im Ausland

Der Studiengang "Soziale Arbeit" und ein passendes Auslandspraktikum im Rahmen von Freiwilligenarbeit

Der Studiengang Soziale Arbeit ist in Deutschland noch relativ jung. Er wurde erst 2001 von den Hochschulrektoren- und Kultusministerkonferenzen offiziell als eigenständige Fachwissenschaft anerkannt. In den 90er Jahren diente der Begriff Soziale Arbeit aber bereits als Oberbegriff für die beiden Studiengänge Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Soziale Arbeit kannst du an Fachhochschulen – und seltener auch an Universitäten - studieren und es öffnen sich danach vielfältige berufliche Perspektiven. Wir stellen dir nachfolgend vor, welche Inhalte im Studium behandelt werden, welche Job-Perspektiven sich im Anschluss bieten und welche Möglichkeiten es gibt, im Rahmen des Studiums "Soziale Arbeit" ein Auslandspraktikum zu absolvieren.

Zugangsvoraussetzungen

Um an der Universität zu studieren, benötigst du das Abitur, für die Fachhochschule reicht die Fachhochschulreife. An manchen Hochschulen wird zudem ein fachliches Praktikum in der sozialen Arbeit vorausgesetzt. Es gibt auch Hochschulen, die einen eigenen Zugangstest zum Studium veranstalten. Informiere dich bei Interesse rechtzeitig, welche Voraussetzungen genau du für das Studium Soziale Arbeit an deiner „Wunsch-Hochschule“ erfüllen musst. Bei den meisten Hochschulen gibt es Zulassungsbeschränkungen in Form eines NC, der üblicherweise bei zwischen 2,0 und 2,5 liegt.

Worum geht es im Studium Soziale Arbeit?

In Institutionen der Gesundheitswirtschaft und der Sozialen Arbeit werden laufend gut ausgebildete, akademische Kräfte eingestellt. Prognosen besagen, dass in diesen Berufsfeldern in Zukunft – auch aufgrund des demographischen Wandels – noch mehr Fachkräfte benötigt werden. Du wirst in diesem Studium Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die dich befähigen, wissenschaftlich und auf hohem Niveau in interessanten und zukunftsträchtigen Branchen zu arbeiten. Vorrangig geht es um Hilfe zur Selbsthilfe für benachteiligte Menschen, die Unterstützung dringend benötigen. Das können Behinderte sein, Arme, Obdachlose, Flüchtlinge, Suchtkranke, aber auch benachteiligte Kinder und Jugendliche. Als ausgebildeter Sozialarbeiter bist du immer ein Experte für Krisenfälle. Deshalb solltest du selbst auch psychisch gefestigt sein, um in solchen Gebieten und mit solchen Menschen effektiv arbeiten zu können.

Bachelor und Master

Soziale Arbeit wird in Deutschland meist an Fachhochschulen und nur selten an Universitäten angeboten. Häufig sind es Fachhochschulen unter kirchlicher Trägerschaft, weil kirchliche Institutionen häufig Einrichtungen betreiben, in denen die entsprechenden Berufsfelder vorkommen. Früher endete der Studiengang mit dem Diplom, heute kannst du mit dem Bachelor oder dem Master abschließen. Der Bachelor-Studiengang dauert sechs Semester, für den Master benötigst du acht bis zehn Semester (jeweils Regelstudienzeit). Wenn du später in entsprechend höher dotierte und anspruchsvollere Jobs möchtest, empfehlen wir den Master-Abschluss. Am Ende deines Studiums der Sozialen Arbeit wirst du eine Bachelor- oder Master-Thesis verfassen und bei Erfolg deinen Abschluss erlangen.

Ziele des Studiums

Mit erfolgreich abgeschlossenem Studium wirst du in spannenden und vielfältigen Berufsfeldern in der Lage sein, soziale Probleme mit zu lösen, deren Auswirkungen zu beschränken oder sie zu vermeiden. Schwerpunktmäßig geht es darum, benachteiligte Menschen unserer Gesellschaft zu unterstützen und ihnen zu helfen, sich besser in der Gesellschaft zu etablieren. Dazu gehört auch, den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten zu unterstützen und Benachteiligungen in unserer Gesellschaft frühzeitig zu erkennen und wirksam zu bekämpfen.

Inhalte im Studium Soziale Arbeit

Das Studium Soziale Arbeit ist vielfältig und anspruchsvoll. In den ersten Semestern lernst du die nötigen Grundlagen, ehe du individuelle Studien-Schwerpunkte legen kannst. Begleitend musst beziehungsweise darfst du Praxisteile absolvieren. Diese können entweder als ein Praxissemester oder über mehrere Semester verteilt stattfinden – je nach Regelungen deiner Hochschule. Wie in den meisten Studiengängen hast du es auch bei der Sozialen Arbeit mit Klausuren, Referaten und mündlichen Prüfungen zu tun. Inhaltlich kannst du dich mit folgenden Schwerpunktthemen vertraut machen, wenn du dich für ein Studium Soziale Arbeit interessierst:

  • Methoden und Theorien der Sozialen Arbeit
  • Psychologie
  • Soziologie
  • Pädagogik
  • Medizin
  • Management und Wirtschaft
  • Rechtswissenschaften
  • Politik.

Dazu kommen noch die sogenannten Softskills (z. B. Moderationstechniken, Rhetorik etc.), die in den genannten inhaltlichen Schwerpunkten immer wieder mit einfließen. Die genannten Inhalte brauchen dich aber nicht abschrecken: Es erwartet keiner, dass du nach dem Studium beispielsweise Rechtskenntnisse wie ein Jurist oder wirtschaftliche Fähigkeiten wie ein Betriebswirtschaftler hast. Aber du wirst aus allen Bereichen viele interessante Inhalte lernen und fächerübergreifend daraus deine Spezialisierung ableiten. Wenn du eher der Praktiker bist, solltest du deine inhaltlichen Schwerpunkte auf die Bereiche Psychologie, Pädagogik und Soziologie legen. Willst du eher im administrativen Bereich arbeiten, sind ökonomische und juristische Schwerpunkte sinnvoll.

Berufliche Perspektiven nach dem Studium

Jobs in sozialen Bereichen werden nach Ansicht von Experten in der Zukunft weiterhin gut angeboten werden. Oft sind es kirchliche Institutionen, die entsprechende Berufsfelder vorhalten, aber auch bei Kommunen, Ämtern, in der Politik und der freien Wirtschaft gibt es zahlreiche Betätigungsfelder. Je nach deinem Studienschwerpunkt und deinen Interessenschwerpunkten bieten sich Jobs unter anderem in folgenden Einrichtungen, Bereichen und Institutionen an.

  • Jugendzentren und Jugendhilfeeinrichtungen (Mutter-Kind-Einrichtungen, Betreutes Wohnen etc.)
  • Beratungsstellen
  • Kommunale Einrichten und Ämter
  • Institutionen der Behindertenhilfe (häufig in kirchlicher Trägerschaft)
  • Drogen- und Suchtberatungsstellen
  • Familienzentren und Kindertagesstätten
  • Schulische Sozialarbeit
  • Gesundheitswesen (Pflege-, Alten- und Betreuungsheime
  • Freie Wirtschaft (Unternehmen, die im Bereich Personal auf Fachkräfte aus dem sozialen Bereich zurückgreifen)

Praktikum "Soziale Arbeit" im Ausland

Wenn man im Rahmen des Studiums "Soziale Arbeit" ein Praktikum bzw. mehrere Praktika absolvieren möchte bzw. muss, kann man dies auch im Ausland machen, also quasi das (Pflicht-)Praktikum mit einem Auslandsaufenthalt verbinden. Viele verschiedene Volunteer-Projekte werden als Pflichtpraktikum anerkannt. Unter folgenden Link findest du eine Auswahl mit solchen Freiwilligenarbeits-Projekten:

>> Volunteer-Praktika im Ausland

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