Pflegepraktikum in Ghana

Dein Freiwilligendienst im Bereich Gesundheit

Ein Pflegepraktikum in Ghana absolvieren: Im Bereich Gesundheit Volunteer-Tätigkeiten leistenImmer noch leidet das Land unter ernstzunehmenden Krankheiten wie Malaria, Aids und Meningitis. Insgesamt sind vierzig Prozent der Krankenhausaufenthalte auf eine Malariakrankheit zurückzuführen, für HIV und Aids fehlen Aufklärungsprogramme. Zwar wird seit den 1990er Jahren eine starke Verbesserung im Gesundheitssystem beobachtet, die Lücken sind aber noch immer groß. Ein Freiwilligendienst oder sogar ein Pflegepraktikum von Teilnehmern mit Vorkenntnissen sind in Ghana deshalb sehr willkommen. Als Einsatzbereiche bieten sich Kliniken mit verschiedenen Ausrichtungen, sowie Geburts- oder Aidsstationen an.

 

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Gesundheitssystem in Ghana

Zwar gibt es mittlerweile ein Gesundheitssystem in Ghana, dies ist jedoch mit der Versorgung, wie wir sie aus Europa kennen noch längst nicht zu vergleichen. Ein großer Schwerpunkt liegt immer noch in der traditionellen Medizin. Gerade in den ländlichen Regionen außerhalb der Städte werden noch viele Urheilmethoden angewendet. Diese belaufen sich auf eine Kombination aus Kräuterheilkunde und besonderen Ritualen. Erst mit den Missionaren im 19. Jahrhundert wurde die westliche Medizin nach Ghana gebracht. Hilfsorganisationen bildeten nach dem 2. Weltkrieg die ersten Gesundheitsbudgets und überzeugten die Regierung des Landes davon, einen größeren Fokus auf die gesundheitliche Versorgung der Einwohner zu richten.

Typische Probleme

Neben schweren Krankheiten und unsauberem Wasser, sind der Fachärztemangel und schlecht ausgestattete Krankenhäuser die Ursachen für die mangelhafte, gesundheitliche Versorgung in Ghana. Viele dieser Probleme, werden dir im Laufe deiner Freiwilligenarbeit oder deines Pflegepraktikums in Ghana, begegnen.

Die hohe Kindersterberate, kann durch die schlechte Versorgung in den ländlichen Bereichen, nur langsam verringert werden. Die Lebenserwartung der Ghanaer liegt in vielen Regionen bei gerade mal 57 Jahren. Geringe Verdienste führen zusätzlich zur Abwanderung von Ärzten in die größeren Städte oder ins Ausland. Dies verschlechtert die Versorgung in den abgelegenen Gebieten ebenfalls. Auch die Impfungen bei Kindern erreichen bis heute erst 80 %. Für afrikanische Verhältnisse sind diese Fakten jedoch trotzdem nicht besonders schlecht, da die Regierung sich bemüht, vor allem diesen Sektor, mit 7% der Staatsgelder zu unterstützen. Durch freiwillige Hilfe aus dem Ausland und zahlreiche Spenden konnten in den letzten Jahren schon viele Fortschritte gemacht werden. Dennoch sind Freiwilligendienste noch immer notwendig.

Malaria, Moskitos und verschmutztes Wasser

Malaria

Die wohl am häufigsten auftretende Krankheit in Ghana ist Malaria. Die Viren werden von Moskitos übertragen und können bis zum Tod führen.
Um sich vor dieser Krankheit zu schützen gibt es einige gute Prophylaxe-Mittel, die vor und während der Reise nach Ghana eingenommen werden können. Von einer Einnahme, die 8 Wochen überschreitet wird aber dringend abgeraten. Ein hundert prozentiger Schutz kann für kein Medikament gewährt werden und viele Mittel weisen heftige Nebenwirkungen auf. Dies liegt daran, dass die meisten Mittel aus Zeiten des Vietnamkrieges stammen und seitdem nicht weiterentwickelt worden sind.

Symptome

Typische Krankheitssymptome sind Grippeanzeichen. Solltest du somit die Befürchtung haben, infiziert worden zu sein, so solltest du einen Arzt aufsuchen. Nach einem Bluttest wird dann eine Diagnose gestellt. Sollte tatsächlich Malaria diagnostiziert werden, so wirst du ein Medikament verabreicht bekommen und für einige Tage an den Tropf gehängt. Normalerweise wird die Krankheit danach abklingen. Oftmals kommt es jedoch auch vor, dass die Malaria erst nach einigen Wochen auftritt, wenn du bereits wieder zurück in Deutschland bist.

Moskitos

Damit das Malariarisiko gering gehalten werden kann, sind ein Moskitonetz, lange Kleidung für die Dämmerungszeiten, sowie ein gutes Moskitospray empfehlenswert. Mit dem Spray können sowohl Körper und Moskitonetz als auch Kleidungsstücke besprüht und imprägniert werden, um die gefährlichen Schädlinge abzuhalten.

Wasser

In vielen Regionen Ghana`s ist das Wasser stark verschmutzt, weil es nicht wie bei uns, eine hochentwickelte Wasserversorgung und Filtersysteme gibt. Viele Behausungen der Einwohner verfügen nicht einmal über fließendes Wasser, geschweige denn Sanitäranlagen. Viele Freiwilligenprojekte beschäftigen sich deshalb mit dem Bau von neuen Brunnen und Wasserleitungen. Zu sehr grenzt die Versorgung an menschenunwürdige Bedingungen. Doch gerade in den nördlichen Gebieten des Landes, wo extreme Dürrezeiten herrschen, bedarf es mehr als nur einem Brunnenbau. Durch wenig Regen und fehlendes Know-How geht viel Wasser verloren oder wird nicht sinnvoll genutzt. Es müssen nachhaltige Lösungen gefunden werden, damit das wichtige Grundnahrungsmittel in Zukunft allen Ghanaern zur Verfügung steht.

HIV/AIDS

Wie in den meisten afrikanischen Ländern, ist auch in Ghana die Aidsrate sehr hoch. Durch sexuellen Kontakt, durch die Benutzung von nicht sterilen Spritzen und Kanülen oder bei anderen Blutkontakten infizieren sich immer wieder Tausende. Es fehlt die notwendige Aufklärung, um das Risiko einzudämmen. Von geschätzten 320.000 Infizierten sind alleine 25.000 Kinder unter 14 Jahren. Die Landesregierung sowie viele ausländische Aufklärungskampagnen und Projekte wurden gegründet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Aufgrund der schlechten Aufklärung und den nur bedingt erreichbaren, ländlichen Regionen gestalten sich diese Aufgaben als äußerst schwierig. Alleine 270.000 Waisenkinder haben durch die Krankheit ihre Eltern verloren. Nicht nur das Verhindern der Ansteckung ist besonders schwierig, sondern auch die Beratung und Betreuung von bereits an Aids/HIV erkrankten Menschen. Die medizinische Versorgung muss deshalb auf jeden Fall noch weiter verbessert werden.
Der Bedarf an Volunteers mit medizinischen Vorkenntnissen ist groß. Gerade bei Waisenkindern und Aidskranken ist Einfühlungsvermögen von besonderer Wichtigkeit, da viele Kinder und Patienten eine schlimme Zeit hinter sich haben und bereits viele Familienmitglieder verloren haben. Durch Zuwendung und eine sehr liebevolle Art schenkst du diesen Menschen Hoffnung.

Deine medizinische Versorgung

Grundsätzlich ist die medizinische Versorgung in Ghana für deine gesundheitliche Versorgung während der Freiwilligenarbeit ausreichend. Durch die Organisation bist du in solchen Fällen abgesichert. Auch die meisten Medikamente kannst du vor Ort mittlerweile kaufen, du solltest dich aber bei den Projektleitern vor dem Kauf beraten lassen. Oft werden nämlich Fälschungen verkauft. Welche Impfungen du vor deiner Reise auffrischen lassen solltest erfährst du von deinem Hausarzt oder auf unserer Seite zum Thema „Reisevorbereitung für Freiwilligenarbeit“.

Einsatzbereiche für ein Pflegepraktikum in Ghana

Durch den hohen Bedarf an ehrenamtlicher Hilfe bieten sich folglich eine Vielzahl von Einsatzorten an. Nicht nur in Kliniken und Arztpraxen wird Hilfe benötigt. Auch Pflegepersonal für Waisenhäuser, Hebammen-stationen, Einrichtungen für behinderte Kinder oder Rehabilitationsstationen werden dringend benötigt. Wenn du eine Ausbildung in einem Pflege- oder Gesundheitsberuf oder sogar ein Medizinstudium absolvierst bist du besonders gefragt. Jedoch werden Vorkenntnisse nicht in allen Bereichen vorausgesetzt. Auch Freiwillige ohne spezielles Fachwissen können erste Erfahrungen im ghanaischen Gesundheitswesen sammeln und diese für eine spätere Berufsausrichtung nutzen.

Arbeiten im Bereiche Gesundheit & Betreuung

Für die Arbeit in einem Krankenhaus schadet es nicht, wenn du dir schon vorher ein bis zwei robuste weiße Kittel besorgst. Auf weitere weiße Kleidung solltest du aufgrund der schlechten Waschmöglichkeiten verzichten. Gute Englischkenntnisse, sind generell zu empfehlen. Viele Projekte bieten aber parallel auch noch intensive Sprachkurse an. Wenn du dich zu Beginn in deinem zukünftigen Team bei allen vorstellst und dir versuchst möglichst viele Namen zu merken, wirst du meist sehr positiv aufgenommen. In Ghana kommt es besonders gut an, wenn du dich nach der Familie deiner Mitarbeiter und diesen selbst erkundigst. Gerade bei deiner Arbeit mit Patienten ist ein bisschen Smalltalk wichtig um Vertrauen aufzubauen. Frage nett wie es ihnen geht und was sie zum Beispiel für Hobbies haben. Interesse kommt immer gut an und macht dich sympathisch. Du wirst sehen, man wird auch dich dann ein bisschen ausfragen und schon kommt man besser ins Gespräch. Die Ghanaer sind sehr respektvoll und höflich, weshalb du nicht immer herausfinden kannst, was sie zum Beispiel als störend und unfreundlich empfinden. Oft sind sie zu nett um ihr Leid zu klagen.

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