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Freiwilligenarbeit als berufliche Auszeit


Volunteering im Ausland ist nicht nur etwas für junge Leute, die gerade die Schule oder ihr Studium abgeschlossen haben. Immer mehr Berufstätige nehmen sich eine Auszeit von ihrem Job und arbeiten über einen längeren Zeitraum in einem gemeinnützigen Projekt fern ihrer Heimat mit. Das Sabbatjahr, auch Sabbatical genannt, ist eine beliebte Möglichkeit hierfür, die viele Beamte und Angestellte nutzen. Doch es gibt noch weitere Modelle, die dies durch entsprechende Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber ermöglichen. Auch die Zeit zwischen zwei Jobs oder eine Phase der Neuorientierung, zum Beispiel der Schritt in die Selbstständigkeit oder ein Berufswechsel, eignen sich für ein freiwilliges Engagement im Ausland.

Warum Freiwilligenarbeit im Ausland?

Sich für einige Monate, ein ganzes Jahr oder sogar länger aus dem Arbeitsleben zurückzuziehen und sich stattdessen im Ausland zu engagieren, ist eine besondere Erfahrung und zweifelsohne eine Bereicherung. Es tut einfach gut, mal aus dem Alltag im gewohnten Umfeld rauszukommen und ein fremdes Land mit einer anderen Kultur kennenzulernen. Die Perspektive verändert sich, man erhält Einblicke in eine völlige neue Lebenswelt, und zwar auf deutlich andere Weise als es bei einer Urlaubsreise der Fall ist. Wer freiwillige Arbeit im Ausland verrichtet, setzt sich intensiv mit dem Gastland und dessen Bevölkerung auseinander; es findet ein kultureller Austausch statt. Gerade in Entwicklungs- und Schwellenländern entwickelt man dabei ein Bewusstsein für die gesellschaftlichen oder ökologischen Probleme des jeweiligen Landes und der Menschen, die dort leben.

All das erweitert den Horizont ungemein und macht Volunteering im Ausland zu einer besonders lohnenswerten Art, eine berufliche Auszeit zu nutzen. Hinzu kommt das schöne Gefühl, etwas Gutes zu tun und etwas zurückzugeben. Man arbeitet z.B. im sozialen Bereich oder setzt sich in Sachen Tier- oder Umweltschutz ein und leistet einen uneigennützigen Beitrag zu einem sinnvollen Projekt.

Ganz nebenbei wertet ein freiwilliges Engagement im Ausland den Lebenslauf auf, lässt es doch auf verschiedene positive Eigenschaften und Fähigkeiten einer Person schließen, darunter Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz. Es gibt also viele gute Gründe, den Weg ins Ausland anzutreten.

Wie funktioniert das mit der Auszeit?

Eine der bekanntesten Varianten ist das Sabbatjahr oder Sabbatical. Dabei handelt es sich um einen Sonderurlaub, der auf einer Absprache mit dem Arbeitgeber basiert. Der entscheidende Vorteil: Nach der Auszeit nimmt der Arbeitnehmer seine Tätigkeit wieder auf. Das Anlegen eines Arbeitszeitkontos, auf dem Arbeitsstunden oder Lohn angesammelt werden, stellt zudem sicher, dass er/sie während des Sabbaticals zumindest einen Teil seines/ihres Lohns erhält. Die genauen Rahmenbedingungen werden individuell ausgehandelt.

Ebenso verbreitet, jedoch aus Arbeitnehmersicht weitaus weniger attraktiv, ist der unbezahlte Urlaub. In einer Firma, die einem Sabbatjahr nicht zustimmt, ist dies nichtsdestotrotz eine gute Option für eine berufliche Auszeit. Allerdings müssen Angestellte hierbei selbst finanziell vorsorgen.

Wird die Freiwilligenarbeit bzw. die berufliche Auszeit mit der eigenen Familie bzw. mit Kindern verwirklicht, müssen einige wichtige Punkte beachtet werden.

Beispielhafte Freiwilligenarbeit-Projekte

Freiwilligenarbeit für Menschen über 30


In Deutschland existieren zahlreiche unterschiedliche Organisationen, die Freiwilligenarbeit im Ausland anbieten. Oftmals zielen die Angebote auf Schulabgänger*innen/Abiturienten*innen oder Studenten*innen ab. Aber die Zahl der Programme für Menschen ab 30 nimmt aufgrund der hohen Nachfrage stetig zu. Diese laufen unter Bezeichnungen wie „Freiwilligenarbeit für Ältere”, „Freiwilligenarbeit 30+/50+”, „Freiwilligenarbeit für Senioren” oder auch unter dem Begriff "Sabbatical". Im Gegensatz zu Volunteering-Aufenthalten für jüngere Teilnehmer, sind sie auf die Bedürfnisse der „erwachsenen” Zielgruppe zugeschnitten. So bieten sie häufig mehr Komfort und Privatsphäre bei der Unterbringung sowie ein kulturelles Begleitprogramm zur Freizeitgestaltung.

Trotz dieser gezielten Angebote können sich angehende Freiwillige über 30 Jahre ebenso für Programme anmelden, die nicht explizit auf ihre Altersgruppe abzielen, da dort in der Regel keine Altersbeschränkung gilt. Die übrigen Teilnehmer sind dann jedoch vermutlich deutlich jünger und die Unterbringung erfolgt vielleicht in Mehrbettzimmern. Bei Interesse an einem bestimmten Projekt empfiehlt es sich daher, den Anbieter direkt zu fragen, wie die genauen Umstände aussehen und inwieweit man selbst dort hinein passt. Generell ist es ratsam, gleich mehrere Veranstalter zu kontaktieren, um Details in Erfahrung zu bringen. Dabei sollte man die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen möglichst konkret schildern.

Wer eine berufliche Auszeit nehmen möchte, um Freiwilligenarbeit im Ausland zu leisten, wird sicher einen Weg und den richtigen Zeitpunkt finden, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. In jedem Fall ist es eine Entscheidung, die das eigene Leben in mehrfacher Hinsicht bereichert.
Weitergehende Informationen zur "Freiwilligenarbeit 30+" findest du hier: Freiwilligenarbeit für Ältere

Mit dem sog. „Weltdienst 30+“ Programm, gibt es auch ein staatlich gefördertes Volunteer-Programm für Berufstätige und Menschen ab 30.

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